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Auf dem Cerro San Cristobal & kleine Stadtrundfahrt

Feb 15, 2012 by     1 Comment     Posted under: Allgemein, Ausflug, Kultur, Natur, Santiago

Die Marion von ChileInside war am vergangenen Samstag so nett, mich hier an meiner Wohnung abzuholen und eine kleine Stadtrundfahrt mit mir zu machen. Zuerst sind wir hoch auf den Cerro San Cristobal, was schon mal recht beeindruckend war, obwohl aufgrund des Smogs, der Jahreszeit und der Rußwolken, die von Waldbränden an der Küste herrühren, von den Anden nicht viel zu sehen ist. Danach ging es einmal kreuz und quer durch verschiedene (vor allem auch Außen-)Viertel Santiagos, inkl. Zwischenstopp auf der Dachterrasse des teuersten Hotels hier.

Zentrum von Santiago & Cerro Santa Lucia

Feb 12, 2012 by     1 Comment     Posted under: Allgemein, Ausflug, Kultur, Natur, Santiago

Buenas Noches! Nachdem ich gerade in einem fantastischen Restaurant unglaublich unfassbar gut und viel gegessen und getrunken habe, bleibt vor dem Schlafen gehen dennoch genug Energie übrig, um ein kleine Fotoauswahl von meinem gestrigen Ausflug ins Zentrum (inkl. Besteigung des Cerro Santa Lucia) zu posten. Viel Spaß damit!

Bildergalerie: Valparaiso an der Chilenischen Pazifikküste

Feb 6, 2012 by     3 Comments    Posted under: Allgemein, Ausflug, Kultur, Natur

Wie versprochen hier die komplette Bilderserie meines Ausflugs nach Valparaiso.

Valparaíso – Tagesausflug in das „Paradiestal“

Feb 6, 2012 by     No Comments    Posted under: Allgemein, Ausflug, Kultur, Natur

Wenn man nach Chile kommt, muss man auf jeden Fall auch einmal Valpraíso (übersetzt „Paradiestal“) besuchen – das konnte ich jedem Reiseführer entnehmen, den ich im Vorfeld meines Südamerika-Trips gelesen habe. Spätestens nachdem ich im Fernsehen eine Dokumentation über die Stadt an der chilenischen Pazifikküste gesehen hatte, stand Valparaíso ganz oben auf meiner Liste der Orte, die ich auf meiner Reise durch Chile besuchen wollte. Zusammen mit Sergeij aus meinem Spanisch-Sprachkurs habe ich mich dann am gestrigen Samstag auf den ca. 120 Kilometer langen weg von Santiago an die Küste gemacht. Neben einem derben Sonnenbrand habe ich auch viele bleibende Eindrücke und eine Menge  schöner Fotos mit nach Santiago zurück gebracht.

Mit dem Bus für wenig Geld an die Küste

Von Santiago aus fahren ständig Busse in alle Himmelrichtungen, denn der Bus ist in Chile (und ganz Südamerika) das, was bei uns die Bahn ist. Zugverbindungen gibt es so gut wie keine, und wenn man kein Auto hat (bzw. nicht damit fährt, weil es einfach zu teuer ist) und auch nicht fliegen will, na dann nimmt man halt den Bus. So eine Fahrt ins 150 Kilometer entfernt gelegene Valparaíso kostet (inkl. Rückfahrt) 6.400 Chilenische Pesos, was ziemlich genau 10 Euro sind.

Kleine Hindernisse auf dem Weg bis zur Abfahrt

Dass in Chile sehr viele Menschen mit dem Bus fahren (speziell in der Ferienzeit, die wir gerade haben), konnten wir am Samstagmorgen bereits in der U-Bahn feststellen, die uns aus dem Zentrum Santiagos an den doch recht weit außerhalb gelegenen Busbahnhof bringen sollte. Nachdem wir zunächst drei Haltestellen zu früh ausgestiegen waren (Universidad Santiago, Universidad de Chile, Universidad … wer soll denn da noch den Überblick behalten!?) kamen wir noch rechtzeitig am Busbahnhof an. Man kann sagen, dass Sergeij und ich schon ein wenig baff waren ob der Größe dieser Anlage, der Menschenmenge und der Anzahl an Bussen. Nach Valparíso geht es am Wochenende im 10-Minuten-Takt, und die Busse sind weitestgehend voll (deshalb hatten wir auch schon am Tag vorher ein Ticket besorgt). Weil unser Bus am falschen Terminal stand (das nehmen die da alles nicht so genau) wären wir beinahe stehen geblieben. Erst im letzten Moment kam uns die Idee doch einfach mal nachzufragen, wo denn der andere 9.10 Uhr Bus nach Valparaiso bleibt.

Quer durch die Anden bis ans Meer

Dann saßen wir drin im gut klimatisierten „Tur Bus“ (es gibt für die Fernbusse in Chile eigentlich nur die beiden großen Unternehmen „Tur Bus“ und „Pullman“ – auf der Autobahn wimmelt es vor Fahrzeugen dieser beiden Reiseveranstalter). Der Busfahrer heißt in Chile „Conductor“, und wie in Deutschland darf man während der Fahrt nicht mit ihm sprechen. Ist aber auch gar nicht möglich, weil er (wie im Flugzeug) zusammen mit seinem „Co-Piloten“ in einer abgetrennten Kabine sitzt. Vorn im Fahrgastbereich hängt eine täglich aktualisierte Erklärung des Fahrers, dass er genügend Ruhezeiten gehabt hat. Generell scheint das (Fern-)Busfahren hier in Chile sehr gut organisiert und komfortabel zu sein. Die Busse sind alle recht neu, klimatisiert, haben Fernseher, und sogar W-LAN (hab ich aber nicht ans Laufen bekommen). Auf einer Anzeige sieht man auch immer, wie weit es noch bis zum Ziel ist, und wie schnell der Bus fährt (wenn die Anzeige über 100 km/h hoch geht piept es, denn auf der Autobahn darf der Bus nur maximal 100 km/h fahren.

Es war dann auch wirklich eine sehr agenehme Fahrt, auf der Autobahn rauf und runter, kreuz und quer durch die Ausläufer der Anden. Und eh man sich versieht, ist man mittendrin in „Valpo“.

Eisiger Wind und rote Haut

Am Busbahnhof angekommen, war  erst einmal wieder Hektik angesagt: Unglaublich viele Menschen, die alle den passendenTicketschalter, ihren Bus oder – so wie wir – den Weg in die Stadt suchten. Wobei auch wir zunächst noch das Rückfahrtticket kaufen mussten (macht man aber am besten direkt beim Kauf des Tickets für die Hinfahrt … vorausgesetzt man weiß dann schon, wann man zurück will). Das lief aber alles problemlos, und so gingen wir aus dem Gebäude des Busbahnhofs auf die sonnenbeflutete Straße … und mir war eiskalt! Wie konnte das sein? Es lag ganz einfach am Wind, der vom Pazifik rüberwehte. In dieser Form hatte ich das aber auch noch nicht erlebt: Morgens um 11 schon fast 30 Grad Celsius, und dann dieser fast eisige Wind. Allerdings legte sich der Wind dann recht schnell etwas und es wurde noch deutlich wärmer. Wirklich gemerkt hat man das allerdings doch wiederum nicht, weil der Wind  immer vorhanden war … und deshalb gehe ich heute als originale „Rothaut“ durch.

Fisch, Obst & Katzen

Wir hatten dann zunächst erst mal gar keinen Plan, wohin es überhaupt gehen sollte. Am Ende haben wir uns eine Mischung aus „Einfach drauf los“ und den Infos bzw. dem kleinen Kartenausschnitt aus meinem Chile-Reiseführer als Marschplan zurechtgelegt . Zunächst ging es über einen unglaublich vollen, quirligen Markt, auf dem es hauptsächlich frisch gefangenen (und vor Ort ausgenommenen) Fisch gab, aber auch viel Obst, Gemüse und Fleisch. Es schloss sich eine Markthalle an, in der vor allem Obst angeboten wurde, und in der anscheinend eine ganze Horde Katzen in friedlicher Koexistenz mit den Marktschreiern lebt.

Die Straßenhunde von Valparaíso

Ansonsten ist Valparaiso (noch mehr als Santiago) ein Gebiet der Straßenhunde. Zu Dutzenden liegen sie in der Gegend herum, und wenn es man nicht besser wüsste würde man sagen, sie sind tot. Regunnglos liegen sie am Tag mitten auf dem Gehsteig, in Parks und am Straßenrand, um die Hitze des Tages möglichst unbeschadet zu überstehen, und dann in der kühlen Nacht nach Fressen zu suchen. Die meisten dieser Hunde sind einem erbärmlichen Zustand, aber allesamt sehr intelligent. Wenn sie sterben, dann am Hunger, und eher nicht weil sie von einem Auto angefahren wurden oder sich gegenseitig angegriffen haben.

Unser Weg durch die Stadt

Nach dem Markt bzw. der Markthalle sind wir an den Bahnschienen und damit am Hafen entlang in Richtung Altstadt gegangen. Dort haben wir den Weg bergauf eingeschlagen und sind die kleinen Gassen zwischen den in den Hang hinein gebauten Häuser abgelaufen – definitiv ein einmaliges Erlebnis. Die vielen kleinen, bunten Häuser, der Blick von oben auf den großen Hafen und die riesigen Schiffe – ein wahrer Augenöffner. Wir sind dann immer weiter hoch, bis uns eine nette junge Dame in Englisch darauf hinwies, dass wir doch recht vorsichtig sein sollten, speziell auch wegen der Fotokameras. Daraufin haben wir kehrt gemacht und sind dann in mittlerer Höhe einmal am Hang entlang gelaufen und dann wieder hinunter bis zum Hafen. Leider kommt man dort nicht wirklich hin, weil es lediglich ein (riesiger) Frachthafen ist – baden kann man dort nicht (zu diesem Zweck gibt es den Nachbarort Vina del Mar).

Zurück auf den Berg, ab ins Museum

Wir sind dann noch mal hoch auf den Berg (aber nicht mit der historischen Seilbahn, da standen viel zu viele Leute in der Schlange … für eine fünfminütige Fahrt muss man wirklich nicht zwei Stunden anstehen) und haben uns das „Museo Maritimo Nacional“ angesehen. Obwohl ich ja nicht so der Museen-Fan bin, war das aber schon recht interessant.

Grünes Kreuz gegen rote Haut

Danach ging es dann in alle Ruhe zurück in Richtung Busbahnhof. Weil wir bis zur Rückfahrt noch genügend Zeit hatten, haben wir uns noch Empanadas (genau, diese Teigtaschen mit Füllung) geholt und auf einer Bank niedergelassen. Dort machte sich dann mein Sonnenbrand bemerkbar, und ich bin mal direkt rüber in den „Cruz Verde“ („Grünes Kreuz“, so eine Art DM-Markt) um dort was zum Kühlen zu besorgen … war aber ausverkauft, und ich musste später in Santiago noch was besorgen.

Valparaiso ist eine Reise wert

Trotz der Sonnenbrands kann ich jedem der mal in der Nähe ist nur empfehlen, sich Valparaiso anzusehen. Das „Paradiestal“ (so die deutsche Übersetzung) ist zwar nicht wirklich ein Paradies (denn dafür ist es hier – je nachdem, in welcher Ecke man gerade ist –  zu laut, zu wuselig, zu dreckig), aber mit dem historischen Stadtkern (2003 zum Weltkulturerbe erklärt!), der einmaligen, farbenfohen Bebauung auf dem Berg und an seinem Hang, sowie mit dem überwätigenden Blick von oben in die Bucht, ein Ort, den man besucht haben sollte. Ich werde wahrscheinlich auch während meiner Zeit hier in Chile ein zweites mal nach Valparaiso reisen, um mir noch einige Orte anzusehen, die wir an einem Tag nicht geschafft haben.

Mehr Bilder aus Valparaiso

Mehr Bilder von meiner Reise nach Valparaiso gibt´s im nächsten Blogpost!