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Volunteering Chile: Die zweite Woche

Feb 25, 2012 by     1 Comment     Posted under: Allgemein, Freiwilligenarbeit, Santiago

Ich habe es hier schon oft zitiert, doch muss es auch jetzt wieder sein: „Kinders, wie die Zeit vergeht!“ Hab ich dann auch zu den Jungs im Kinderheim gesagt, und dass ich gern noch länger bleiben würde, aber mir bleiben jetzt nur noch 8 Tage, und die will ich nutzen um wenigstens noch ein bisschen mehr zu sehen von diesem wunderschönen Land. Es wird mich in den Süden ziehen, nach Puerto Montt, auf die Insel Chiloe und nach Puchon – auch darüber werde ich berichten. Zunächst aber hier und jetzt noch mehr über die zweite Woche Volunteer-Work, die mit einem tränenreichen Abschied zu Ende ging.

Nur wenige Bilder von meiner Arbeit im Heim

Die zweite Woche im Heim begann schlecht, nämlich mit der Nachricht, dass ich bei keine Fotos machen darf – die Direktorin hatte Bedenken aufgrund der Tastsache, dass dann Bilder von den Kindern im Internet sind. Natürlich ist das nachvollziehbar, andererseits wird aber  auch eine Chance vertan, in einem seriösen Rahmen (also hier auf dem Blog) auf die Probleme aufmerksam zu machen, die es im für Touristen doch so schönen Santiago de Chile eben auch gibt. Und da SENAME (die Organisation, die das Heim unterhält) staatlich ist, ordne ich das Fotografie-Verbot auch politisch ein (denn logischerweise will die chilenische Regierung nicht, dass zu viele Leute in anderen Ländern sehen, dass es in den staatlichen Einrichtungen an allen Ecken und Enden fehlt).

Die Betreuer und die Kids hätten sicher nichts dagegen gehabt, wenn ich einige Erinnerungsfotos geschossen hätte. Und einige der Jungs haben mich sogar gebeten, zur Erinnerung Fotos zu machen. Da das vor dem Verbot war und die Kinder es sich gewünscht haben, dass ich die Bilder einstelle, sind sie hier zu sehen. Leider sind es nur Handy-Uploads, denn die Spiegelreflex-Kamera hatte ich nicht dabei.

Ein bisschen Unterrichten, ein bisschen spielen

So, dann noch ein wenig mehr zu der Arbeit mit den Jungs: Ein wirklich geordneter Englischunterricht war nicht wirklich möglich, da es z.B. keinen dafür vorgesehenen Raum und keine Materialien gab. Vor allem aber war es ein organisatorisches Problem, denn die Betreuer wechselten von Tag zu Tag und aus der Direktion hatte ich da auch nicht wirklich Unterstützung. Außerdem sind die Kinder in der Gruppe sehr unterschiedlichen Alters und teilweise einfach noch zu jung. Aber es hat sich irgendwann ein „harter Kern“ aus der Gruppe herausgebildet. Ein paar Jungs, die sehr interessiert waren daran, einige englische oder auch deutsche Wörter zu lernen und mehr über Europa, Deutschland und meine Heimat zu erfahren. Unbedingt erwähnt werden muss an dieser Stelle Richard, ein Junge aus dem Norden Chiles (mit deutschen Vorfahren), der sehr intelligent ist, viel liest, und schon relativ gut Englisch kann. Er war meine rechte Hand beim Unterrichten, ohne ihn wäre die Verständigung noch schwieriger gewesen.

Ansonsten hab ich aber auch viel mit den Jungs gespielt. Tischtennis, Fußball, Playstation, etc. – und Karten, genauer gesagt „Bridge“. Konnte ich vorher nicht, aber die Betreuer spielen das wohl immer, auch mit einigen der Jungs, und ich wurde angelernt.

Ach, das ist eine schöne Geschichte: Einer der Jungs, Jorge, er wurde dazu ausgewählt, in der nächsten Woche bei Roger Waters (Pink Floyd) mit vielen anderen Kids aus Santiago auf der Bühne zu stehen und bei „Another Brick In The Wall“ mitzsingen. Da er zwar den Text als Ausdruck und sogar die spanische Übersetzung hatte, aber natürlich keine Ahnung, wie man das alles in Englisch ausspricht, habe ich das Lied auf mein Handy gezogen, und wir haben geübt.

Tränenreicher Abschied

So ging auch die zweite Woche verdammt schnell rum. Am letzten Tag bin ich quer durch Santiago gefahren um auf einem großen Markt Blöcke, Stifte, etc. sowie einen Fußball zu kaufen, um den Kindern ein sinnvolles Geschenk zu machen. Schwer bepackt ging es dann zurück, quer durch die Stadt bis nach Pudahuel und ins Kinderheim. Dort gab es dann für alle Blöcke (mit coolen Motiven wie z.B. wilden Tiere oder Superhelden), und Stifte. Kam gut an, auch der neue Fußball. Na und dann gab es irgendwann den Abschied, der bei einigen der Jungs (vor allem beim harten Kern der Englisch-Gruppe) sehr tränenreich verlief, und ich musste mich sehr zusammenreißen, um die eine oder andere Träne wegzudrücken.

Es war eine wirklich schöne Zeit, wenn auch kurz. Ich werde viel mitnehmen von dieser neuen Erfahrung. Vielleicht werde ich irgendwann auch noch einmal zurückkehren, auf jeden Fall aber schreiben – zu Weihnachten oder so.

Die erste Woche im Kinderheim Pudahuel

Feb 17, 2012 by     No Comments    Posted under: Allgemein, Freiwilligenarbeit, Santiago

So, jetzt habe ich die erste Woche Freiwilligenarbeit in Santiago de Chile hinter mich gebracht. In Kombination mit dem jeweils morgens stattfindenden Sprachkurs und der recht aufwendigen Anreise nach Pudahuel (dem Ortsteil, in dem sich das Kinderheim befindet) war das alles nicht gerade wenig Action in den letzten Tagen. Aber: Es hat sich gelohnt! Denn: Obwohl die Verständigung schwierig war und die Kids mitunter schon recht anstrengend sein können, überwiegt das gute Gefühl einer wichtigen und neuen Erfahrung. Und meistens hat es einfach auch nur Spaß gemacht, den Jungs im Heim etwas beizubringen oder mit ihnen zu spielen. Einen detaillierten Bericht, vorrangig zum ersten Tag, auf dieser Seite. Weitere Berichte folgen.

Auf nach Pudahuel

Direkt nach der Schule ging es zu Wochenbeginn los, mit der Metro in Richtung Pudahuel. Die komplette Anreise dorthin (also mit Fußwegen und Umsteigen) dauert ca. 45 Minuten – mas o menus. Auf dem Hinweg an diesem ersten Tag war die U-Bahn relativ leer, und auch an der Zielstation „Pudahuel“ nicht wirklich viel los. Vom U-Bahnhof bin ich zu Fuß losgegangen, immer eine breite Straße entlang, Mittagssonne, keine Bäume, und wenige Menschen unterwegs (zumindest im Bergleich zum Zentrum). Irgendwann ging es dann links ab, hinein in eine Wohnsiedlung, gleich wieder rechts und fertig.

Keine Probleme am Sicherheitstor

An der Schule angekommen habe ich mich mit meinem für einen solchen Anlass mittlerweile recht sicherem Spanisch vorgestellt und gesagt, dass ich einen Termin mit der Direktorin habe. Die kam dann auch sofort zum Eingangstor um mich abzuholen. Auch die Konversation mit ihr war deutlich einfacher als beim ersten Aufeinandertreffen zwei Wochen zuvor. Ich wurde einigen weiteren Mitarbeitern vorgestellt, und gemeinsam mit einer der Betreuerinnen bin ich dann zu „meiner“ Gruppe gegangen, also zu den ca. 25 Jungs (im Alter von etwa 10 bis 16 Jahren), mit denen ich ab diesem Tag arbeiten sollte. Sie hat mich ganz kurz vorgestellt, und dann war ich an der Reihe.

 Kurz vorstellen…

„Hola chicos! Mi nombre es Christian, soy de Alemana! Yo hablo muy poco Espanol, pero trato de aprender. Por favor, hable despacio, para que pueda entender. Y no se ria cuando digo algo estupido! 🙂

Voy a seguir seis semanas en Chile, y estoy en Chile por dos semanas. En la manana yo apprendiendo epanol en la escuela. Despues yo vengo aqui por la tarde, en los sigurientes dos semanas. Quiero jugar con usted, y ensenar ingles. Me presente, ahora su! Una por una!“

Nachdem ich mich vorgestellt hatte, waren also die Jungs an der Reihe. Es war wirklich süß zu beobachten, wie einige von Ihnen vorgeprecht sind, ihren Namen laut in die Klasse gerufen haben, und andere nicht über ein schüchternes Nuscheln hinauskamen. Aber alle waren sehr interesiert und wollten genau beobachten, wer das da vorne ist und was er eigentlich genau will.

…und ran an die Playstation!

Nun hatten sich also alle vorgestellt, und die Betreuerin hat mich dann einfach mal machen lassen. Englisch nterrichten sollte ich erst am nächsten Tag, also ging es darum, mit den Jungs was zu spielen. Ich ließ mich nicht lange bitten,  auf der Playstation Pro Evolution Soccer zu zocken. Die Jungs haben dabei eine interne Regel, dass man das Joypad weiterreichen muss, wenn man ein Tor kassiert hat. Ich habe mich dann absolut nicht schlecht damit gefühlt, das Joypad dauerhaft zu behalten. Nur meine Gegner wurden reihenweise ausgetauscht. Später gab es noch einige Tischtennis-Matches, und zwischendurch immer wieder die Situationen, in denen 10 Jungs um dich herumstehen, auf dich einreden und etwas wissen wollen, aber Du verstehst kein Wort. Da hilft dann nur noch „einer nach dem anderen“ und „mas lento por favor!“. Aber selbst dann sind manche der Jungs in ihrem Slang wirklich nur schwer zu verstehen.

Am späten Nachmitag ging es dann noch raus in den Hof, wo die Kids Fußball, Basketball oder Volleyball spielen, oder bei den Mädchen stehen, die ansonsten im Haus gegenüber untergebracht sind,  nachmittags aber auch häufig „Ausgang“ haben. Die Betreuer müssen dann höllisch aufpassen, dass die „Pärchen“ der schon etwas älteren Kids nicht hinter irgendeiner Tür verschwinden.

Die Kinder leben in einfachsten Verhältnissen

Um das schnellstmöglich klarzustellen: Wenn wir hier von Playstation und Tischtennis sprechen, darf nicht der Eindruck entstehen, diese soziale  Einrichtung sei in irgendeiner Weise gut ausgestattet. Die ranzige Playtation 2, der uralte Röhrenfernseher und die ausgenudelte Tischtennisplatte sind wahrscheinlich Spenden gewesen. Ansonsten ist das Heim sehr, sind die Schlaf- und gleichzeitig Aufenthaltsräume der Kinder allenfalls spartanisch engerichtet. Jede Gruppe mit jeweils 20 bis 30 Kindern schläft in einem Saal, und dort wird tagsüber auch gespielt. Besonders negativ aufgefallen sind mir die Wasch- und Toilettenräume: es stinkt überall fürchterlich nach Urin, und auf die Toilette gehen möchte man hier als Gast wahlich nicht. Die Kinder müssen aber. Für mich sah es ein wenig so aus, als würde hier niemals sauber gemacht.

Fotos…

…hab ich leider noch keine gemacht. Das ist auch in Rücksprache mir der Organisaton geschehen, die mir den Volunteer-Job vermittelt hat. Als unbekannter Mann da in der ersten Woche mit einer Kamera in ein Kinderheim reinzumaschieren und rumzufotografieren ist einfach nicht angebracht. Mittlerweile kennt man die Verantwortlichen aber schon, und in der nächsten Woche wird es sicher möglich sein, in Absprache mit den Verantwortlichen einige Bilder aufzunehmen. Das Bild oben habe ich aus dem Netzt von einer offiziellen Seite, und werde es zeitnah gegen eine eigene Aufnahme austauschen.

Weitere Berichte aus der ersten Woche…

…folgen hier in Kürze!

Auf dem Cerro San Cristobal & kleine Stadtrundfahrt

Feb 15, 2012 by     1 Comment     Posted under: Allgemein, Ausflug, Kultur, Natur, Santiago

Die Marion von ChileInside war am vergangenen Samstag so nett, mich hier an meiner Wohnung abzuholen und eine kleine Stadtrundfahrt mit mir zu machen. Zuerst sind wir hoch auf den Cerro San Cristobal, was schon mal recht beeindruckend war, obwohl aufgrund des Smogs, der Jahreszeit und der Rußwolken, die von Waldbränden an der Küste herrühren, von den Anden nicht viel zu sehen ist. Danach ging es einmal kreuz und quer durch verschiedene (vor allem auch Außen-)Viertel Santiagos, inkl. Zwischenstopp auf der Dachterrasse des teuersten Hotels hier.

Zentrum von Santiago & Cerro Santa Lucia

Feb 12, 2012 by     1 Comment     Posted under: Allgemein, Ausflug, Kultur, Natur, Santiago

Buenas Noches! Nachdem ich gerade in einem fantastischen Restaurant unglaublich unfassbar gut und viel gegessen und getrunken habe, bleibt vor dem Schlafen gehen dennoch genug Energie übrig, um ein kleine Fotoauswahl von meinem gestrigen Ausflug ins Zentrum (inkl. Besteigung des Cerro Santa Lucia) zu posten. Viel Spaß damit!

Freiwilligenarbeit in Chile

Feb 11, 2012 by     4 Comments    Posted under: Allgemein, Freiwilligenarbeit, Santiago, Spanisch

Buenos dias! Schon wieder ist fast eine Woche ins Land gegangen, und das noch schneller als die ersten Tage hier in Chile. Und ich bin ja auch noch etwas schuldig: Viele von euch werden sich sicherlich bereits gefragt haben, was denn nun mit meiner Freiwilligenarbeit bzw. meinem Volunteer-Job ist – schließlich heißt der Blog doch „Work and Travel Chile“, und nicht bloß „Travel in Chile“ (wobei: das in der Sprachschule ist auch Arbeit, das muss man auch mal sagen). Aber ganz ernsthaft: Mit der Freiwilligenarbeit in Chile geht es erst am kommenden Montag los – also (leider) zwei Wochen später als geplant. Warum das so ist, und was ich als Volunteer genau machen werde, könnt ihr im folgenden Blog-Beitrag nachlesen.

(Volunteer-)Work and Travel Chile

Um es noch einmal ganz kurz für alle zu erklären:Work and Travel Chile“ steht in diesem Fall für die Kombination aus einem 4wöchigen Aufenthalt in Santiago de Chile, bei dem ich an den Vormittagen in der Sprachschule Spanisch lerne, und mich nachmittags freiwillig in einem Volunteer-Projekt engagiere.

Das Freiwilligen-Projekt in Santiago

Bei diesem „Projekt“ handelt es sich um eine soziale Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Ortsteil „Pudahuel“ (liegt in der Nähe des Flughafens). Die Einrichtung gehört zum Netzwerk SENAME (Servicio Nacional de Menores), einer staatlichen Stelle, die sich für den Schutz von Minderjährigen einsetzt und verschiedene Betreuungszentren und Kinderheime verwaltet. Hier leben Kids,  die keine Eltern mehr haben, oder deren Eltern sich aufgrund eines Gefängnisaufenthalts, Drogenproblemen oder sonstigen Gründen nicht um die Kinder kümmern können. Bei den Jugendlichen, die in der Einrichtung leben, verhält es sich ähnlich, allerdings ist die Einrichtung in diesem abgetrennten Bereich eher ein Jugendgefängnis, denn viele der älteren Kids sind bereits in jungen Jahren straffällig geworden.

Meine Arbeit in der Einrichtung

An den Nachmittagen der nächsten beiden Wochen werde ich nach der Sprachschule die U-Bahn in die ca. 30 Minuten entfernte Einrichtung in Pudahuel fahren, und mich dort um die Jungs zu kümmern, bzw. sie zu beschäftigen, damit sie nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen bzw. Langeweile haben. Was ich dann genau mit den Kids machen werde, werde ich a) von den Betreuern erfahren, hängt aber b) natürlich auch von meiner eigenen Initiative ab. Fußball spielen ist auf jeden Fall immer eine Möglichkeit, und im Idealfall werde ich den Jungs auch etwas Englisch beibringen. Ansonsten muss ich mal sehen, aber das klappt schon.

Die Sprache als Hürde…

Problemtisch ist natürlich, dass ich nur sehr wenig Spanisch spreche, und nur eine Person in der Einrichtung ein wenig Englisch kann. Hier liegt auch der Grund, warum es jetzt erst zwei Wochen vesrspätet losgeht mit der Freiwilligenarbeit in Chile.

…für meinen Volunteer-Job.

OK, das war so: Direkt nach dem ersten (Sprach-)Schultag bin ich Nachmittags mit der Hanani von ChileInside (der Agentur, die mir die Volunteer-Stelle vermittelt hat) in Richtung Pudahuel aufgebrochen. Hanani hat mir erklärt, wie man in Santiago U-Bahn fährt, wo ich umsteigen muss, und was es sonst noch alles zu beachten gibt auf dem Weg in die Einrichtung. Einfach war das aber nicht, denn die Hanani spricht neben Spanisch nur ein ganz klein wenig Englisch (sehr witzig fand ich, dass es schon den Eindruck machte, sie sei genervt, weil ich ja so noch gar kein Spanisch spreche … und am Ende hat sich herausgestellt, dass es ihr eher unangenehm war, dass sie kein Englisch kann).

Kommunikationsprobleme

Na auf jeden Fall sind wir irgendwann in der Einrichtung angekommen, und mussten dann am Sicherheitsmann vorbei. Nicht unbedingt ein sympathischer Kerl – wie diese Sicherheitsleute halt so sind (und irgendwie hat er mich an einen Bösewicht aus einem Film erinnert, der irgendwo in Mexiko spielt … hab aber den Titel vergessen).  Dann sind wir von der Direktorin abgeholt worden und in ihr Büro gegangen. Ich habe zwar nicht viel verstanden von dem was sie mit Hanani besprochen hat, aber es wurde schnell klar, dass meine nicht vorhandenen Sprachkenntnisse ein Problem sind. Das hat mich dann schon verwundert, weil es vorher eigentlich geklärt worden war, dass ich komplett ohne bzw. mit sehr schmalen Spanisch-Kenntnissen anreise. Es hieß ursprünglich auch, dass es jemanden gäbe, der Englisch spricht, und der mir in dern ersten Tagen behilflich sein würde. Es hat sich aber herausgestellt, dass diese Person (eine Psychologin), mittlerweile nicht mehr in der Einrichtung arbeitet.

Neuer Start zwei Wochen später

Glücklicherweise gab es dann dort aber doch noch jemand, der ein wenig Englisch konnte und als Übersetzer fungierte. Ganz kurz gefasst haben wir uns dann mit der Direktorin am Ende darauf verständigt, dass ich zumindest 2 Wochen lang Spanisch übe, und dann erst mit dem Volunter-Job starte. So kann ich zumindest mehr von dem verstehen, was die Mitarbeiter sagen, und den Kids die Begriffe, die ich bereits kenne, in Englisch beibringen. Also dann: ab Montag Freiwilligenabeit in Chile!

„Hola!“ – Lebenszeichen aus Santiago de Chile

Feb 5, 2012 by     7 Comments    Posted under: Allgemein, Kultur, Natur, Santiago, Spanisch

Eine Woche lang war hier Sendepause, und einige von euch haben sich bestimmt schon gefragt, was denn da los ist mit dem Christian. Die Antwort ist ganz einfach: Lernstress. Gar nicht so einfach, Spanisch zu lernen! Und a biserl krank war ich auch, leicht erkältet, und zwei Tage lang zum Teil doch heftige Magenprobleme. Aber das passiert hier, wie ich gehört habe, wohl den meisten, die gerade angekommen sind. Natürlich hab ich nicht nur gelernt und im Bett gelegen: Zusammen mit Sergeij (einem Kollegen aus dem Sprachkurs) habe ich einen Ausflug ins Zentrum gemacht, unter anderem auf den „Cerro Santa Lucia“ und zum „Placa del Armas“. Und gestern, am Samstag, waren wir in Valparaiso – mucho gusto! Eine wirklich tolle (Hafen-)Stadt. Da hab ich auch viele Bilder gemacht, von denen ich im nächsten Beitrag einige hier veröffentlichen werde.

Die erste Woche Spanisch-Sprachkurs

Wie bereits angedeutet: Eine Sprache (in diesem Fall Spanisch) von Null auf völlig neu zu erlernen, ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht manchmal denken mag. Vor allem dann nicht, wenn man bereits 36 Lenze auf dem Buckel hat, und es schon eine Weile ist, als man zum letzten mal Vokabeln und Grammatik pauken musste. Aber ich will mich nicht beschweren, hab es ja so gewollt. Es ist auch wirklich eine schöne Sprachschule, ich habe gute Lehrer, und die Leute in meinem Kurs (aus Polen, der Ukraine, den USA und aus Deutschland) sind sehr sympathisch. Ich in da deutlich der Älteste, aber passt schon. Und obwohl ich in der ersten Woche aufgrund von Krankheit und diversen Freizeit-Aktivitäten nicht so viel zum Lernen gekommen bin wie gewünscht, haben sich zum Ende der ersten Woche schon ein paar kleine Erfolgserlebnisse eingestellt.

Ausflug ins Zentrum von Santiago

Das Stadtzentrum von Santiago de Chile war als Ausflug seit jeher fest eingeplant, hatten mir doch diverse Reiseführer eine Menge Orte und Sehenswürdigkeiten empfohlen. Eigentlich hatte ich das erst für später eingeplant, aber am vergangenen Mitwoch haben Sergeij und ich ganz spontan nach der Schule die U-Bahn (übrigens haben wir hier das größte U-Bahn-Netz Südamerikas) genommen und sind in Santa Lucia ausgestiegen. Dann direkt rauf auf den „Cerro Santa Lucia“ (ein Berg mit einem Park mitten in der Stadt), und wow: was für eine Aussicht! Danach sind wir ein wenig durch die Fußgängerzone gelaufen, dann in Richtung „Cerro San Cristóbal„. Das ist ein weiterer Berg, im Stadtteil „Bellavista“ gelegen. Dort sind wir dann aber nicht hinauf (wird später nachgeholt), sondern zu Fuß quer durch Santiago nach Hause. Was eine Weile gedauert hat, und dann war es auch schon spät, wir beide ziemlich platt, und der Tag fast vorbei.

In der nächsten Folge: Valparaiso

Von meinem gestrigen Ausflug nach Valparaiso werde ich nächsten Blogpost (später am Tag) berichten, da aber vor allem die schönen Bilder sprechen lassen. Hasta pronto!

Einmal Sprachschule und auf Umwegen zurück

Jan 30, 2012 by     6 Comments    Posted under: Allgemein, Natur, Santiago

Bis auf meinen Kollegen Andreas (mit dem ich noch heftig bei Facebook am chatten dran bin) liegen sie in der Heimat alle in ihren warmen Betten, müssen aber in ein paar Stunden schon wieder raus aus den Federn und dem deutschen Winterwetter trotzen. Bei mir ist es jetzt 22.21 Uhr, die 35 Grad von heute Mittag haben sich gut runtergekühlt, und ich grabe bei YouTube Musik-Highlits der letzten 20 Jahre aus. Nebenbei schreibe an diesem kleinen Text, der auch nur als kurze Einleitung für eine weitere Fotogalerie sein soll. In der bekommt ihr ein paar Eindrücke von meinem heutigen Weg zur Sprachschule. Nein, heute war kein Unterricht, es geht erst morgen los – aber ich wollte auf Nummer sicher gehen und hab schon mal den Weg ausgekundschaftet. Zurück bin ich dann anders gegangen, weil ich meinen Orientierungssinn testen wollte … hat gut geklappt, und ich muss sagen, dass ich mich mittlerweile schon ganz gut auskenne hier in der Ecke.

Ein Ausflug in den „Parque de las Esculturas“

Jan 28, 2012 by     1 Comment     Posted under: Allgemein, Kultur, Natur, Santiago

Meine Fahrt in Santiagos Zentrum mit der Metro habe ich gestern spontan verschoben, weil ich im Lonely Planet etwas über einen Park gelesen habe, der hier ganz in der Nähe ist. Und warum in die Ferne schweifen… In dem Park, der ein schmaler grüner Streifen inmitten zweier stark befahrener Straßen ist, und unter dem in einem Tunnel die Stadtautobahn verläuft, stellen moderne junge Künstler ihre Stücke aus. In der Bildergalerie unten seht ihr wie es im Park und auf dem Weg dorthin aussieht.

Ich werde mich in den nächsten Tagen noch auf Providencia beschränken (der Lonely Planet hatte da noch einige gute Tipps), und erst demnächst, wenn der Sprachkurs begonnen hat, den Rest von Santiago de Chile erkunden.

Dösen, Geld holen, Bier kaufen, Bier trinken

Jan 27, 2012 by     No Comments    Posted under: Santiago, Tipps & Tricks

Mein Bett in Providencia, Santiago der ChileÜber meinen ersten kompletten Tag hier in Santiago de Chile gibt es nicht ganz so viel Spannendes zu berichten. Was ganz schlicht und einfach an der Tatsache liegt, dass ich einen großenTeil des Tages im Bett verbracht habe. Jetlag und die doch recht anstrengende Reise hierher haben ihren Tribut eingefordert. Deshalb an dieser Stelle nur in aller Kürze, was ich neben Schlafen (bzw.  hauptsächlich „dösen“) ansonsten noch so angestellt habe: Am Bankautomat Geld abgehoben, im Supermarkt Bier gekauft,  und Bier getrunken in einer amerikanischen Taverne.


Geld abheben in Santiago de Chile

Irgandwann am Nachmittag bin ich von der Wohnung aus ins Stadtteil-Zentrum von Povidencia aufgebrochen, um eine Filiale der „Sctotiabank“ zu suchen. Ich hatte den Tipp bekommen, dass man dort nur sehr wenige bis gar keine Gebühren zahlt – je nachdem, bei welchem Institut man über ein Konto verfügt (am besten wohl bei der Deutschen Bank, aber ich bin ja Sparkassen-Kunde).

Arbeitsplatz in Santiago de Chile

Mit Kredit- oder EC-Karte … und bei welcher Bank?

Bei meiner VISA-Kreditkarte weiß ich, dass Geld abheben an sich im Ausland nichts kostet, allerdings fällt immer 1% Auslands-Entgelt an, und natürlich kann das hiesige Kreditinstitut Gebühren berechnen. Da ich hier von verschiedenen Leuten verschiedene Infos bekommen habe, immer aber die Sctotiabank genannt wurde (neben Santander), hatte ich mich dazu entschlossen, beide Karten bei dieser Bank auszuprobieren. Gut ist es in jedem Fall, relativ viel Geld abzuholen, damit eventuelle  Gebühren nicht so häufig anfallen. Andererseits ist natürlich immer bsondere Vorsicht geboten, wenn man als Tourist mit so viel Geld durch die Gegend rennt (sollte man auch nicht machen, zumal man hier in Chile fast alles mit der Kreditkarte bezahlen kann).

Blick zum Hof in ProvidenciaAlarm am Geldautomaten

In diesem Fall hab ich dann mal die EC-Karte benutzt und gleich richtig viel Geld abgehoben, weil ich direkt danach bei meinem Vermieter die Miete in bar bezahlen wollte. Das mit dem Geldautomaten hat weitestgehend geklappt, auch wenn die (wahlweise) englische Menüführung nicht wirklich idiotensicher ist. Und: Wenn man von einem Schritt zum anderen zu lange überlegt, dann gibt es einen dermaßen lauten Alarm, dass man zunächst befürchtet, im nächsten Moment von einem bewaffneten Polizisten auf den Boden geworfen zu werden. Ist aber nicht passiert, und Geld mitsamt Quittung habe ich auch bekommen. Eine entsprechende Vormerkung war heute Morgen auch schon auf meinem Konto eingegangen, zum normalen Wechselkurs, aber bishe ohne Info bzgl. irgendwelcher Gebühren. Da muss ich mal abwarten. Und heute hebe ich dann noch mal mit der Kreditkarte Geld ab.

Vor dem Haus in Providencia.Schon wieder im Supermarkt

Danach bin ich noch mal in den Supermarkt, um einige Sachen zu besorgen, die ich am Vortag vergessen hatte, und um mich noch mal in Ruhe umzusehen. Es ist schon so, dass es doch viele Produkte gibt, die man auch aus Deutschland kennt, nur teilweise komplett anders verpackt. Bestes Beispiel: Marmalade in Tuben. In Gläsern gibt´s die auch, ist aber dann extrem teuer. Aber ich mag ja eh nicht so gern Marmelade – was für mich viel wichtiger war: 100prozentiger O-Saft. Gibt es hier auch, aber nur versteckt im Kühlregal. Alles andere ist Nektar oder O-Saft mit Soja und sonstigen Dingen versetzt. Und dann habe ich noch ein paar Dosen Bier gekauft – hatte ich eigentlich gar nicht vor, aber das Dosen-Design hat mir so gut gefallen und da stand „from Patagonia“ drauf, da musste ich zuschlagen.

Im Zentrum von Providencia, Santiago de Chile.American Burger … not for me!

Am Abend war ich dann gemeinsam mit der Marion (die meinen Aufenthalt hier in Chile zu großen Teilen organisiert hat), ihren Kolleginnen und einigen Teilnehmern der von ihrer Argentur organisierten Programme (über Marion und ihre Agentur demnächst mehr) in der „California Cantina„, einem amerikanischen Restaurant hier im Stadtteil Providencia. Ein wirklich schöner Laden, wenn auch etwas sehr laut und verraucht (obwohl es eigentlich auch in Chile ein Gesetz gibt, dass Rauchen an öffentlichen Plätzen verbietet). Definitiv gab es dort aber auch verdammt lecker aussehende Burger, doch hatte ich kurz vorher gegessen und muss jetzt demnächst noch mal hin. Die Pommes, die ich von Marions Teller geklaut habe, waren auf jeden Fall vielversprechend.

Providencia Santiago ChileBier, Wein – kein Schnaps

Ich hab dann nur ein Bier bestellt. Das kam in einem mächtigen Glas (ein halber Liter in einer großen Ausgabe der deutschen „Tulpe“), schmeckte leider nicht so wirklich gut, hatte aber gefühlt einen nicht ganz geringen Alkoholgehalt. Es ist dann bei dem einen Bier geblieben, auch weil mich niemand gefragt hat, ob ich noch was will. Laut Marion typisch für Chile: das Land ist eher wenig Service-orientiert. Ich werde demnächst aber auf jeden Fall mal andere Biersorten probieren, denn es soll hier einige wirklich gute chilenische und auch peruanische Biere geben. Meine Tendenz geht aber eher in Richtung Wein, denn das „Valle Cenral“, das bekannte chilenische Weinanbaugebiet ist ja nicht weit, und vorgestern hatte ich als „Schlummertrunk“ schon mal ein halbes Glas einer Traubensorte probiert, die es bei uns in Europa gar nicht mehr gibt – war richtig gut!

Demnächst mehr Bilder

Leider habe ich in den ersten beiden Tagen noch nicht so viele Bilder machen können, weil ich ausreichend damit beschäftig war, mich zurecht zu finden. Die paar Schnappschüsse, die ich über diesen Text verteilt habe, zeigen mein Zimmer, in dem ich in den nächsten Wochen wohnen werde, und die Gegend um die Wohnung herum.

Heute werde ich mich noch im U-Bahn-Fahren versuchen, es soll ins Zentrum gehen … und da bringe ich dann auch ein paar schöne Bilder mit.

Ankunft in Chile – My very first steps in Santiago

Jan 25, 2012 by     8 Comments    Posted under: Santiago, Spanisch

Ankunft in Santiago de Chile„Ein paar Blogeinträge“ hat es vor der Abreise dann nun doch nicht mehr gegeben – viel zu schnell ist die Zeit vergangen bis zum Tag des Abflugs. Einige der geplanten Themen werde ich aber sicherlich nachholen, z.B. die Packliste und zu einige andere wichtige Dinge der Vorbereitungsphase. An dieser Stelle soll es aber zunächst um meine heutige Ankunft in Santiago de Chile gehen, und was ich seitdem so alles erlebt habe.

Spanisch – das bessere Englisch

Ja ja, da können auch einige Englisch, zumindest am Flughafen…“ Weit gefehlt: Englisch ist hier tatsächlich so weit verbreitet wie Plattdeutsch in Oberbayern. Nimmt man die Tastsache hinzu, dass die Chilenen unglaublich schnell sprechen und viele Wortenden verschlucken, sind meine sowieso schon (allerhöchstens) rudimentären Kenntnisse der spanischen Sprache komplett fürs linguare Nirwana. Der Spanisch-Sprachkurs, der am Montag startet, kommt also wie gerufen.

Haribo auf chilenisch

Und dann stand ich da, gerade noch mit einem flau-erhabenen Gefühl über dir Anden hinweg in Santiago eingeschwebt (toll, so eine Kamera auf dem Heckflügel … heißt das bei einem Flugzeug so? … übrigens das einzige, was bei Iberia positiv zu erwähnen ist, aber dazu ein andernmal mehr), und jetzt schon höchst unentspannt bei der Gespäckausgabe: Hunderte Koffer aller Farben und Formen laufen da an dir vorbei, die Leute um dich herum greifen ihre Gespäckstück ab und verschwinden, nur dein Rucksack, der kommt irgendwie nicht.

Autobahn nach Santiago de Chile, im Hintergrund die Anden

Uralte Stullen…

Ist er dann doch. Der richtig spannende Teil der Abfertigung stand mir aber noch bevor: Da Chile hinsichtlich der Einfuhr von Lebensmitteln recht rigide Bestimmungen hat, muss man schon ein wenig aufpassen, was man so alles in den Koffer/Rucksack packt. Das augeweichte Butterbrot, dass ich unterwegs leider vergessen hatte zu essen, schmeckte auf die Schnelle eigentlich noch gar nicht so schlecht. Und das mit den Haribos (hatte ich auf Bestellung gekauft und in den Koffer gepackt) war ja kein Problem, weil verarbeitet und abgepackt. Oder vielleicht doch noch mal die Iberia-Stewardess fragen? Schließlich verteilt die ja ständig diese Zettel, auf denen man versichern muss, nichts ungewolltes zu importieren. „No Food!“, das war die kurze wie prägnante Aussage der allerhöchstens hier und da mal etwas sympathischeren Dame.

…und fruchtige Kaugummis.

Im stand dann also ziemlich verunsichert an der letzten Zoll-Hürde und beschloss, meine Haribos anzumelden, sicher ist sicher. Englisch ging hier gar nicht, oder vielleicht doch? „Chewing Gum“ war meine recht weit gefasste, aber anscheinend doch verständliche Umschreibung. „Alles noch mal neu ausfüllen, jetzt sofort! (so hörte es sich zumindest an) – Kaugummi musste man also auch deklarieren!? Also wenn das schon, dann Haribo (mit Frucht!) ja sowieso. Aber hatte der mich wirklich richtig verstanden? Ich machte den ultimativen Test, verrenkte meinen Kiefer für vehemente Kaubewegungen, ließ mein Orbit (ohne Zucker) mal kurz aufblitzen … und wurde durchgewunken.

Verfolger abgehängt und auf dem Weg in die Stadt

Santiago StadtSo, endlich drin in Chile. Jetzt nur noch den Schalter des Shuttle-Services finden, bei dem für mich ein Transfer zu meiner Wohnung reserviert worden war. Vorbei an der Schilder hochaltenden Menschentraube … „Taxi?“ „Taxi?“ „Taxi?“ … „No! No! Gracias.“ Nachdem ich die „Verfolger“ abgeschüttelt hatte, kramte ich den Zettel heraus, auf dem ich die Reservierungsnummer notiert hatte. Da bemerkte ich, dass sich gleich mehrere Taxifahrer hinter mir versammelt hatten um in meinen Unterlagen nach einer Adresse Ausschau zu halten, zu der sie mich fahren können (wie bereits ich an verschiedenen Stellen gelesen und gehört habe, ist das mit dem Taxifahren hier in Chile generell nicht so ganz einfach, und man muss verdammt aupassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden … dazu ein andernmal mehr). Danach lief alles recht problemlos, und innerhalb von 15 Minuten war ich mit dem Shuttle-Bus auf dem Weg in die Stadt. Erst da bemerkte ich die Hitze und diese Luft, die mir spätestens jetzt noch einmal klar machte: Das hier ist Südamerika –  auch wenn es ein bisschen so aussieht wie in Spanien.

Meine Ankunft hier in der Wohnung spare ich an dieser Stelle aus, dazu (und natürlich auch zu meinem perfekt Deutsch sprechenden Vermieter) demnächst mehr.

Supermercado

Es gibt eigentlich noch ein paar Sachen mehr zu erzählen (z.B. dass man sich in Chile zu den Prepaid-Karten der jeweiligen Netzbetreiber in ihren Shops beraten lassen, die Karten selbst aber nur am Kiosk kaufen kann … oder die Sache mit dem Welt-Stromadapter – für welche Welt der wohl sein sollte!?), doch ich will mich auf das Sumermerkado-Erlebnis beschränken, das ist sozusagen noch ganz frisch. Also: Ziemlich sicher ist, dass meine Ernährung hier recht einseitig ausfallen wird. Es sei denn, es finden sich noch alternative Supermärkte mit breiterem Angebot an Sachen, die der Christian mag (relativ günstige und hochwertige Früchte gibt es übigens in Hülle und Fülle). Billig sind die Sachen im Supermarkt auch nicht wirklich, eher teuer. Auch weil (wie ich gerde erfahren habe) viele Sachen von den Chilenen gar nicht produziert werden aus anderen Ländern importiert werden müssen (das erklärt auch, warum die bekannten Shampoo-Marken unverschämt teuer sind, und 1 Liter „Bio“-Shampoo aus Chile spottbillig).

Obst in Tüten

Vielleicht abschließend noch das: Welchen Sinn macht es wohl, dass man sich in eine Schlange stellen muss, an deren Ende eine nette junge Dame steht, das Obst wiegt und einen Zettel an die Tüte hängt, mit dem man dann zur Kasse gehen musst?! Was ich sagen will: Hätte man ja auch direkt an der Kasse wiegen können! Ist vielleicht einfach so, ähnlich wie die Tatsache, dass am Ende des Kassen-Laufbands immer junge Menschen stehen, die den Einkauf in Tüten packen und dafür Trinkgeld bekommen.