Ankunft in Chile – My very first steps in Santiago

Jan 25, 2012 by     8 Comments    Posted under: Santiago, Spanisch

Ankunft in Santiago de Chile„Ein paar Blogeinträge“ hat es vor der Abreise dann nun doch nicht mehr gegeben – viel zu schnell ist die Zeit vergangen bis zum Tag des Abflugs. Einige der geplanten Themen werde ich aber sicherlich nachholen, z.B. die Packliste und zu einige andere wichtige Dinge der Vorbereitungsphase. An dieser Stelle soll es aber zunächst um meine heutige Ankunft in Santiago de Chile gehen, und was ich seitdem so alles erlebt habe.

Spanisch – das bessere Englisch

Ja ja, da können auch einige Englisch, zumindest am Flughafen…“ Weit gefehlt: Englisch ist hier tatsächlich so weit verbreitet wie Plattdeutsch in Oberbayern. Nimmt man die Tastsache hinzu, dass die Chilenen unglaublich schnell sprechen und viele Wortenden verschlucken, sind meine sowieso schon (allerhöchstens) rudimentären Kenntnisse der spanischen Sprache komplett fürs linguare Nirwana. Der Spanisch-Sprachkurs, der am Montag startet, kommt also wie gerufen.

Haribo auf chilenisch

Und dann stand ich da, gerade noch mit einem flau-erhabenen Gefühl über dir Anden hinweg in Santiago eingeschwebt (toll, so eine Kamera auf dem Heckflügel … heißt das bei einem Flugzeug so? … übrigens das einzige, was bei Iberia positiv zu erwähnen ist, aber dazu ein andernmal mehr), und jetzt schon höchst unentspannt bei der Gespäckausgabe: Hunderte Koffer aller Farben und Formen laufen da an dir vorbei, die Leute um dich herum greifen ihre Gespäckstück ab und verschwinden, nur dein Rucksack, der kommt irgendwie nicht.

Autobahn nach Santiago de Chile, im Hintergrund die Anden

Uralte Stullen…

Ist er dann doch. Der richtig spannende Teil der Abfertigung stand mir aber noch bevor: Da Chile hinsichtlich der Einfuhr von Lebensmitteln recht rigide Bestimmungen hat, muss man schon ein wenig aufpassen, was man so alles in den Koffer/Rucksack packt. Das augeweichte Butterbrot, dass ich unterwegs leider vergessen hatte zu essen, schmeckte auf die Schnelle eigentlich noch gar nicht so schlecht. Und das mit den Haribos (hatte ich auf Bestellung gekauft und in den Koffer gepackt) war ja kein Problem, weil verarbeitet und abgepackt. Oder vielleicht doch noch mal die Iberia-Stewardess fragen? Schließlich verteilt die ja ständig diese Zettel, auf denen man versichern muss, nichts ungewolltes zu importieren. „No Food!“, das war die kurze wie prägnante Aussage der allerhöchstens hier und da mal etwas sympathischeren Dame.

…und fruchtige Kaugummis.

Im stand dann also ziemlich verunsichert an der letzten Zoll-Hürde und beschloss, meine Haribos anzumelden, sicher ist sicher. Englisch ging hier gar nicht, oder vielleicht doch? „Chewing Gum“ war meine recht weit gefasste, aber anscheinend doch verständliche Umschreibung. „Alles noch mal neu ausfüllen, jetzt sofort! (so hörte es sich zumindest an) – Kaugummi musste man also auch deklarieren!? Also wenn das schon, dann Haribo (mit Frucht!) ja sowieso. Aber hatte der mich wirklich richtig verstanden? Ich machte den ultimativen Test, verrenkte meinen Kiefer für vehemente Kaubewegungen, ließ mein Orbit (ohne Zucker) mal kurz aufblitzen … und wurde durchgewunken.

Verfolger abgehängt und auf dem Weg in die Stadt

Santiago StadtSo, endlich drin in Chile. Jetzt nur noch den Schalter des Shuttle-Services finden, bei dem für mich ein Transfer zu meiner Wohnung reserviert worden war. Vorbei an der Schilder hochaltenden Menschentraube … „Taxi?“ „Taxi?“ „Taxi?“ … „No! No! Gracias.“ Nachdem ich die „Verfolger“ abgeschüttelt hatte, kramte ich den Zettel heraus, auf dem ich die Reservierungsnummer notiert hatte. Da bemerkte ich, dass sich gleich mehrere Taxifahrer hinter mir versammelt hatten um in meinen Unterlagen nach einer Adresse Ausschau zu halten, zu der sie mich fahren können (wie bereits ich an verschiedenen Stellen gelesen und gehört habe, ist das mit dem Taxifahren hier in Chile generell nicht so ganz einfach, und man muss verdammt aupassen, nicht übers Ohr gehauen zu werden … dazu ein andernmal mehr). Danach lief alles recht problemlos, und innerhalb von 15 Minuten war ich mit dem Shuttle-Bus auf dem Weg in die Stadt. Erst da bemerkte ich die Hitze und diese Luft, die mir spätestens jetzt noch einmal klar machte: Das hier ist Südamerika –  auch wenn es ein bisschen so aussieht wie in Spanien.

Meine Ankunft hier in der Wohnung spare ich an dieser Stelle aus, dazu (und natürlich auch zu meinem perfekt Deutsch sprechenden Vermieter) demnächst mehr.

Supermercado

Es gibt eigentlich noch ein paar Sachen mehr zu erzählen (z.B. dass man sich in Chile zu den Prepaid-Karten der jeweiligen Netzbetreiber in ihren Shops beraten lassen, die Karten selbst aber nur am Kiosk kaufen kann … oder die Sache mit dem Welt-Stromadapter – für welche Welt der wohl sein sollte!?), doch ich will mich auf das Sumermerkado-Erlebnis beschränken, das ist sozusagen noch ganz frisch. Also: Ziemlich sicher ist, dass meine Ernährung hier recht einseitig ausfallen wird. Es sei denn, es finden sich noch alternative Supermärkte mit breiterem Angebot an Sachen, die der Christian mag (relativ günstige und hochwertige Früchte gibt es übigens in Hülle und Fülle). Billig sind die Sachen im Supermarkt auch nicht wirklich, eher teuer. Auch weil (wie ich gerde erfahren habe) viele Sachen von den Chilenen gar nicht produziert werden aus anderen Ländern importiert werden müssen (das erklärt auch, warum die bekannten Shampoo-Marken unverschämt teuer sind, und 1 Liter „Bio“-Shampoo aus Chile spottbillig).

Obst in Tüten

Vielleicht abschließend noch das: Welchen Sinn macht es wohl, dass man sich in eine Schlange stellen muss, an deren Ende eine nette junge Dame steht, das Obst wiegt und einen Zettel an die Tüte hängt, mit dem man dann zur Kasse gehen musst?! Was ich sagen will: Hätte man ja auch direkt an der Kasse wiegen können! Ist vielleicht einfach so, ähnlich wie die Tatsache, dass am Ende des Kassen-Laufbands immer junge Menschen stehen, die den Einkauf in Tüten packen und dafür Trinkgeld bekommen.

8 Comments + Add Comment

  • ..und das alles direkt am ersten Tag – klingt definitiv nach ner höchst erlebnisreichen Auslandszeit die du da vor dir hast;-).

    aber das Wichtigste hast du komplett unerwähnt gelassen: wie schmeckt das chilenische Cerveza???

    Have Fun!

    • Habe ich noch nicht getestet. Aber gleich gehe ich mit den ChileInsides zum Essen, dann werde ich das mal machen! 🙂

  • Schön, von Dir zu lesen. Ich beneide dich um dieses tolle Wetter! Viel Spaß in Chile!

  • Das hört sich ja alles sehr spannend und eindrucksvoll an! Scheinst ja echt schon ne Menge Spaß da drüben zu haben! Das mit dem Spanisch kriegst du bestimmt auch schon bald auf die Kette, wenns mit dem Haribo-Erklären schon klappt!

  • Ola Christian,

    schön das du gut angekommen bist und ja auch schon das ein oder andere erlebt hast und ich denk ein paar Wochen Früchte ist doch gar nicht schlecht, dann freut man sich mehr auf das Gyros zu Hause 🙂

    Noch ganz viel Spass und eine Menge schöne Erlebnisse an denen wir teilhaben dürfen…

    • Hola Susanne, gracias! ¿Cómo estás? Saludos desde Santiago!

      • Ich glaub du hast da nen Accent de gue vergessen;-)

  • ¡Hola Christian!
    das hört sich doch schon alles sehr spannend an!
    Werde gleich mal meine Urlaubsplanungen vorantreiben… 😉
    Bin gespannt auf weitere Blogbeiträge!

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